MEDEA.CHOR

Interaktive Online Installation

Premiere: 22. März 2021


"Der Name bedeutet, was er bedeutet. Mich. Nichts sonst." - Dea Loher: Manhattan Medea.

Iason will auf Kolchis das Goldene Vlies erobern, und lernt dort Königstochter Medea kennen, die ihm dabei hilft. So kann Iason Herrscher in seiner Heimat werden, und Medea verlässt mit ihm ihre Familie und ihr Land. In Korinth wird Medea von der Bevölkerung nicht akzeptiert. Sie wird von ihrem Mann verlassen, laut der Sage tötet sie ihre Kinder aus Rache und muss erneut fliehen.

Medea ist oft ein Abziehbild für die böse Frau, die brutal, blutrünstig und rachsüchtig agiert. MEDEA.chor entfiktionalisiert den Mythos und begibt sich auf die Suche nach der Medea, die sich hinter den Zeilen verbirgt. In Interviews mit mehr als 30 Frauen mit Migrationserfahrung entsteht ein Stimmkonzert zwischen Mythos und Gegenwart. All diese Medeen von Heute versammeln sich in einer digitalen interaktiven Installation.

Es beginnt eine gemeinsame Reise durch das Netz, eine Suche, nach einer Kerngeschichte, wenn es sie gibt, und vor allem: nach Medeas Stimme. Medea hat über die Zeit viele Identitäten erhalten, und zusammen ergeben sie manchmal ein schönes, manchmal ein schreckliches Bild.

Konzept: Mathilde Lehmann, Nanako Oizumi

Regie, Digitale Installation und Medien: Mathilde Lehmann, Nanako Oizumi, Sören Zweiniger

Performerin: Martha-Angel Gräbenitz

Werkstattmacherinnen: Anna Elisabeth Diepold, Pia Martz

Eine Produktion von Prunk&Plaste in Zusammenarbeit mit Werkstattmacher e.V. und LOFFT - DAS THEATER.

Gefördert von der Stadt Leipzig, Kulturamt.

https://werkstatt-lofft.de